» Lonely sky II
Einsamer Sternenhimmel
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(Immer wenn ich in den Himmel schaue, frage ich mich, wo do wohl bist)
Sed fiel in seinen Sessel zurueck. Beinahe haette er angefangen zu weinen. Er schaltete das Terminal aus und blickte in die Ferne. Sein Raumschiff gleitete ruhig durch den Sternenhimmel. Seine Augen wurden immer glasiger und er merkte, dass er es nicht mehr verhindern konnte. Traenen liefen ueber sein Gesicht.
So hatte er die Sterne noch nie gesehen, diese Tiefen, diese Weiten. Er kam sich einsam vor, verloren in der unendlichen Nacht. Eigentlich machte es keinen Unterschied, ob er vorwaerts oder rueckwaerts ging. Egal welchen Kurs er einschlug, die Sterne schauten ueberall gleich aus. Weise Augen umgeben von endloser Schwaerze.
Durch seinen Kopf flogen viele Erinnerungen. In einem Moment waren sie da, im naechsten wieder weg. Sed musste an seine Kindheit denken, seine Schwester, seine Eltern. Er konnte nicht glauben, dass er sie nie wieder sehen wuerde.
Das Raumschiff glitt immernoch sachte durch die Nacht. Einige Anzeigen blinkten in verschieden roten und gruenen Farben. Sed ignorierte sie. Eigentlich haette er danach sehen muessen, doch das war ihm jetzt egal.
Es muss ein schreckliches Gefuehl gewesen sein, unverstellbar. Sed versuchte sich vorzustellen, wie die Dorfbewohner versuchten zu fliehen. Grosse Panik, durcheinander laufende Mengen, schreiende Kinder. Und ehe sie sich in Sicherheit wussten, war es zu spaet. Sie hatten nich einmal genuegend Zeit sich vorzubereiten. Nicht einmal Zeit, sich zu verabschieden, ehe sie in der Flut ertranken.
Viele Jahre waren vergangen, als Sed von zuhause weg ging. Oft nahm er sich vor, umzukehren. Er wuerde einfach wieder heim kommen und alles waere wie frueher. In seinen Gedanken tat Sed das oft. Jetzt war es zu spaet.
Sed blickte in den Himmel und fragte sich, wie sie jetzt wohl sein wuerden.